Dolmetschen in der Kirche - DAFEG.de
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Dolmetschen in der Evangelischen Kirche

Dolmetscherin in der KircheSeit dem 1. Mai 2002 ist das Behinderten­gleich­stellungs­gesetz in Kraft. In ihm ist die Deutsche Gebärden­sprache endlich gesetzlich als Sprache anerkannt worden. Als neuen Gleich­berechtigungs­begriff hat es die "barriere­freie Teilhabe" eingeführt. Die DAFEG hat sich darum bemüht, die neuen Bestimmungen auf kirchliche Verhältnisse zu übertragen. Ergebnis ist das Angebot Dolmetschen bei Amtshandlungen in der Evangelischen Kirche. Die EKD stellt dafür jährlich 30.000 Euro zur Verfügung. Diese Mittel sind ausschließlich zur Bezahlung der Gebärden­sprach­dolmetscher/innen da.

Wann werden Dolmetscher/innen organisiert / finanziert?

Bei Taufen, Konfir­mationen, kirchliche Trauungen und kirchliche Bestattungen in hörenden Gemeinden, an denen Gehörlose aus familiären oder sozialen (z.B. Nachbar­schaft, Arbeits­kolleg/innen u.a.m.) Gründen teilnehmen und – falls erforderlich – für vorbereitende Gespräche.

Welche Gehörlose sind anspruchberechtigt?

Mitglieder evangelischer Gehörlosen­gemeinden sind berechtigt – der/die eigene Seelsorger/in bestätigt das.

Wie läuft das Verfahren ab?

  1. Das gehörlose Gemeindeglied oder die Person, die die Amtshandlung durch­führen wird, beantragt bei der zuständigen Gehörlosen­seelsorge eine/n Gebärdensprachdolmetscher/in für die Amtshandlung.
  2. Die Seelsorge organisiert den/die Dolmetscher/in.
  3. Der/die Dolmetscher/in lässt sich den Einsatz danach bestätigen.
  4. Die Rechnung schickt er/sie zur DAFEG-Geschäftsstelle.
  5. Diese übernimmt die Bezahlung.

Fragen und einzelne Punkte

Wenn z.B. ein Gemeindeglied aus dem Siegerland zur hörenden Taufe in Frankfurt a.M. eingeladen ist:

  • Ich melde das dem zuständigen Gehörlosenseelsorger in Frankfurt. Er organisiert das und wickelt alles weitere ab. Also: Grundsätzlich ist die/der Gehörlosenseelsorger/in zuständig, in dessen Dienstbereich die Amtshandlung stattfindet. Wenn teilnehmende Gehörlose von auswärts kommen, wenden diese sich zunächst an die/den Gehörlosenseelsorger/in, die/der für sie an ihrem Wohnort zuständig ist. Alles weitere siehe oben. Wenn sich Gehörlose direkt an die/den Gehörlosenseelsorger/in im Bereich der Amtshandlung wenden, dann setzt die/der sich mit der/dem Heimatseelsorger/in der/s Gehörlosen in Verbindung, um z.B. die Gemeindemitgliedschaft zu klären, oder auch nur, um sie/ihn in Kenntnis zu setzen.
  • Im Rahmen dieses Projektes wird nur das Gebärden­sprach­dolmetschen von Amts­handlungen in den Glied­kirchen der EKD organisiert und finanziert.
  • Die Fachaufsicht vor Ort hat die/der zuständige Gehörlosen­seelsorger/in.
  • Für die Gebärden­sprach­dolmetscher/innen kann eine Zusatz­ausbildung der DAFEG, "Dolmetschen in der Kirche" angeboten werden. Das Zertifikat dieser Zusatz­ausbildung führt zu einer bevor­zugten Vermittlung von Dolmetsch­aufträgen in der Evangelischen Kirche.

Für weitere Fragen, Informationen und Beratungen stehen die Geschäfts­stelle und der Vorstand zur Verfügung.

Flyer für Gehörlose

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gehoerlose_flyer.pdf

Antragsformular für Gehörlose

File link icon for 2016_Antrag_GSD.pdf

2016_Antrag_GSD.pdf

Antragsformular zum selbstausdrucken, ausfüllen und faxen.

Abrechnungsformular für DolmetscherInnen

File link icon for abrechnung_dolmi_2016.pdf

2016_Abrechnung_GSD.pdf

Merkblatt für Gehörlosenseelsorge

File link icon for merkblatt_seelorger.pdf

merkblatt_seelorger.pdf



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